Themazusätzliches Material
21.01.10


Gleichstellung ohne "Wenn" und "Aber"
Urteil des EGMR zur Diskriminierung nichtehelicher Kinder und deren Väter

Am 03.12.2009 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befunden, dass die Regelung für nichteheliche Kinder und deren Väter in Deutschland eine Diskriminierung darstellt. Horst Zaunegger hat sich durch die Instanzen geklagt und vom Europäischen Gerichtshof eine Menschenrechtsverletzung bescheinigt bekommen. Nun muss Deutschland mit seinem konservativen Familienrecht, welches die tradierten Rollen zementieren möchte, endlich das Gesetz den europäischen Standards anpassen. Am Ende bleibt die Frage zu stellen, ob es nur um die Stärkung der Väterrechte für ihre Kinder geht, oder um Gleichstellung der Väter mit den Müttern? Es gibt Erfahrungen seit 2004 mit einem Antragsrecht zur Ersetzung der Zustimmung der Mutter vor Gericht. Christian Gampert hatte schon 2003 ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes erwirkt, was dem Gesetzgeber eine Übergangsregelung für Väter abnötigte. Deutschlandweit wurden insgesamt nur in 43 Fällen das Sorgerecht beiden Eltern zuerkannt - eine Mogelpackung zur Täuschung der Väter. Selbst mit dieser Übergangsregelung wurden und werden die Väter weiterhin diskriminiert und es wird Zeit für eine echte Lösung. Gleichstellung ohne Wenn und Aber oder nur Stärkung der Väterrechte?   

Gäste:
- Horst Zaunegger - sorgender Vater aber ohne Recht, gewann beim Europäischen Gerichtshof in Straßburg
- Christian Gampert - sorgender Vater ohne Rechte, gewann beim Bundesverfassungsgericht - erstritt neue Väterrechte - nützen konnten sie ihn allerdings nicht
- Prof. Dr. Eckardt Klein - Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam und 8 Jahre Mitglied des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen
- Prof. Dr. Dr. Ulrich Mueller - Bundesvorsitzender des Vereins "Väteraufbruch für Kinder"
Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 03.12.2009
Das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 29.01.2003
Stellungnahme des Bundesvereins "Väteraufbruch für Kinder" zur SPD-Anhörung vom 26.01.2005
Europäische Kommission: Regelung des Sorgerechtes in der EU
18.02.10


mea culpa - wer ist Schuld am Heimkinderelend?
Kritik an den Ergebnissen des Runden Tisches zur Situation der Heimkindern der 50ziger und 60ziger Jahre

Nach 50 Jahren fällt es einigen immer noch nicht leicht, über ihre Erfahrungen als Kind in einem Kinderheim frei und ungezwungen zu sprechen – andere haben sich organisiert im Heimkinderverband. Am 17.02.2009 begann die Arbeit des Runden Tisches zur Aufarbeitung der Situation in den Heimen der 50ziger und 60ziger Jahr. Dieser Runde Tisch geht zurück auf eine im Bundestag eingereichte Petition, in der die Situation von Kindern und Jugendlichen in dieser Zeit in verschiedenen öffentlichen Erziehungsheimen der Bundesrepublik kritisiert wurde. Ein zentrales Thema ist die Entschädigung für diese Heimkinder. Überwiegend hätten sie in den Heimen ohne Bezahlung arbeiten müssen, ihre Tätigkeiten im Heim hätten zumeist gewerblichen Charakter, die ehemaligen Heimkinder bekommen dafür keine gesetzliche Rentenversicherung, sodass sie wesentlich weniger Rente bekommen oder zu erwarten sein. Offengeblieben ist, ob es sich auch auf andere Heimsituationen anwenden lässt, wie etwa die Säuglingsheime oder Behindertenheime dieser Zeit. Sie wurden bisher ausgeklammert, man beschäftigte sich ausschließlich mit den Erziehungsheimen. Deshalb plant der Heimkinderverband eine Demo zur nächsten Sitzung des Runden Tisches am 15. April in Berlin. 

Gäste:
- Sabine Saus - Heimkind mit Erfahrung in der Säuglingspflege
- Jürgen Beverförden - von der Mutter ins Heim gegeben und erfuhr Härte, Härte und nochmals Härte und Landessprecher der Heimkinder Niedersachsen
- Dierk Schäfer - Theologe und Psychologe, fordert Schuldeingeständnis der Kirchen
Homepage "Heimkinderverband"
Zwischenbericht des Runden Tisches "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren"
Homepage von Dierk Schäfer
Erwachsene - Misshandelt als Kinder
Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung
Unrecht und Leid – Rehabilitation und Entschädigung? Der Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung.
18.03.10


Sex mit der Ex für Umgang mit dem Kind
eine Form der Männerprostitution

Sex zu haben ist von Hause aus etwas sehr schönes. Die Spielarten können sehr verschieden sein. In der Regel verkehren die Menschen freiwillig und ohne Zwang miteinander. Was für die einen ein Spiel ist, ist für andere eine Qual. Heute möchte ich auf ein qualvolles Thema der Väter hinweisen, denn immer wieder habe ich Geschichten von erlebten sexuellen Abhängigkeiten und damit verbundener Unterwerfungen gehört. Grenzen werden überschritten, wenn der Umgang mit dem Kind bezahlt werden muss. Die Spielarten sind facettenreich. Um das Bild einer guten Beziehung aufrechtzuerhalten kann es geschehen, dass Väter aufgefordert werden, eine sexuelle Beziehung aufzunehmen, weiter aufrechtzuerhalten oder zu gar erpressen. Die Versuchung darauf einzugehen scheint nicht gering zu sein. Am Ende bleiben Depression oder Selbsthass.

Sexuelle Täter sind nicht nur Männer, sondern in sehr vielen Fällen auch Frauen. Männer und ihre Themen haben es in einer Gesellschaft von Männerverachtung schwer. Während für betroffene Frauen ein gigantisches Helfernetzwerk ausgespannt ist, werden betroffene Männer mit solchen Problemen ausgelacht und nicht für ernst genommen. In Sachsen-Anhalt findet dieser Mann keine Beratung, keine Anlaufstelle für seine Probleme. Was also tun, wenn man Hilfe braucht?

 

Gäste:
- Peter Pan - prostituierte sich 4 Jahre und geriet in eine Spirale der Selbstaufgabe
- Horst Müller - prostituierte sich 2 Monate bis zum endgültigen Umgangsboykott
- Astrid von Friesen - Diplom-Pädagogin, Psychotherapeutin, Journalistin und Buchautorin
- Marcus Gnau - Rechtsanwalt mit Mandanten zur Bereitschaft von Prostitution für Umgang mit Kind
Homepage von Astrid von Friesen
Homepage von Marcus Gnau
15.04.10


Das Schweigen der Jungen
Sexueller Missbrauch an Jungen durch Mütter

Sexueller Missbrauch ist mittlerweile ein öffentliches Thema geworden. Derzeit wird der sexuelle Missbrauch in staatlichen und kirchlichen Erziehungseinrichtungen diskutiert. Auch im familiären Bereich sind die Kinder vor sexuellen Übergriffen nicht sicher. Nicht nur Mädchen werden zu Opfern, sondern jährlich rechnet man mit 50.000 Übergriffen an Jungen in Deutschland. Trotz dieser Fülle, gibt es in Deutschland keine systematische Forschung. Der Missbrauch an Jungen findet in den Publikationen nur oberflächlich Beachtung. So sind auch die Hilfsangebote für diese Jungen spärlich zu finden. Jungen haben geschlechtsspezifisch größere Schwierigkeiten über einen Missbrauch zu reden - so schweigen die Jungen aus Scham, denn Jungen ist nicht schwach und so bleiben sie deshalb lieber völlig allein mit ihrem Geheimnis.  



Außerdem werden Textpassagen von Thomas auf der Betroffenenwebseite "aufrecht.net" eingelesen.

Gäste:
- Andreas Marquardt - wurde von Mutter missbraucht und schrieb darüber das Buch "Härte - Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt"
- J.-B. Rossilhol - Psychologe und Buchautor
- Andras Magyar - Sexualberater bei "pro familia" in Halle
Härte - Mein Weg aus dem Teufelskreis der Gewalt
Missbrauchsgeschichte auf der Homepage "aufrecht.net"
Homepage von Dipl. Psych. Rossilhol mit interessanten Aufsätzen zum Thema
Verein "pro familia" Halle
Verein "Tauwetter"
Verein "Kind im Zentrum"
20.05.10


Väter und das Sorgerecht in Europa
Bericht vom 3. Deutschen Väterkongress in Karlsruhe

Am 8. Mai hatte der Bundesverein "Väteraufbruch für Kinder" zahlreiche Väter aus Deutschland und Europa zum 3. deutschen Väterkongress eingeladen. Thema war die Diskriminierung nichtehelicher Väter und deren Kinder. Der Europäische Gerichtshof hatte am 03. Dezember Deutschland aufgefordert, diese Diskriminierung zu beenden. Ein Blick zu den Europäischen Nachbarn machte deutlich, dass es bereits jahrelange Erfahrungen zur Gleichstellung von Müttern und Vätern gibt, unabhängig von ihrem Familienstand. Annie Heintzelmann beschrieb die Rechtslage in Frankreich und die damit verbundene Praxis. Felix Schöbi berichtete über die Rechtslage und die laufende Gesetzgebung zur gemeinsamen elterlichen Sorge. Jan Piet de Man erinnerte an die Gesetzesreform in Belgien und berichtete über die Erfahrungen danach. Rainer Sonnenberger vom Bundesvorstand des Vereins "Väteraufbruch für Kinder" hatte neue Ideen für eine Kultivierung des Elternstreites durch einen "Co-Obmann". Zahlreiche Väter aus Europa und Deutschland wurden auf diesem Kongress von Frank Balthasar interviewt.   



Außerdem kommen zahlreiche andere Tagungsteilnehmer zu Wort

Gäste:
- Annie Heintzelmann - Rechtsanwältin aus Frankreich
- Felix Schöbi - Bundesamt für Justiz in der Schweiz
- Jan Piet de Man - Kinder- und Familienpsychologe in Belgien
- Rainer Sonnenberger - Bundesvorstandsmitglied "Väteraufbruch für Kinder" aus Deutschland
- Iris Bachmann - Tagungsmitglied aus der Schweiz und unterstützt ihren Partner
Homepage zum 3. Deutschen Väterkongress
Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte im Fall Zaunegger zur Diskriminierung nichtehelicher Väter in Deutschland
Europäische Kommission: Regelung des Sorgerechtes in der EU
Felix Schöbi: Elterliche Sorge - Änderung des Zivilgesetzbuches und des Strafgesetzbuches
Jan Piet de Mann: Gemeinsames Sorgerecht "Ja und Nein" - Erfahrungsberichte aus Belgien
17.06.10


Männer zwischen Tradition und Emanzipation
Männer- und Väterpolitik heute?

Vor Jahrzehnten waren die Rollen zwischen Frauen und Männer klar aufgeteilt und in der Familie gelebt. Mit so einem Familienbild sind viele groß geworden und wurden geprägt. Aber diese Rollenmuster sind heute in Bewegung gekommen. Die Frauenbewegung hat in den letzten Jahrzehnten zu vielen gesellschaftlichen Veränderungen geführt: Frauen haben ihre Situation schon seit längerer Zeit hinterfragt und sind aufgebrochen. So fanden ihre Themen Einzug in die Politik. Vor etwa 50 Jahren begannen aber auch Männer ihren Aufbruch, die Politik tat sich schwer mit ihren Themen. Nun dürfen sich die Männerbewegten freuen, nach dem Vorbild Österreich gibt es nun auch in Deutschland ein kleines Referat im BMFSFJ für Jungen- und Männerfragen. Eine alte Forderung der Männergruppen und ein neuer Anfang? Was sind die Themen einer neuen Genderpolitik? Ab November dieses Jahres wird das Bundesforum Männer Ansprechpartner für diese Abteilung im BMFSFJ werden. Die Männer werden sich nun miteinander verständigen müssen. Auf der Web-Seite des Bundesforums sind einige wichtige männerpolitischen Themen schon aufgeführt, andere fehlen. Darum bin ich im Gespräch mit: 

Gäste:
- Martin Rosowski - Hauptgeschäftsführer der Männerarbeit der EKD und Akteur des Netzwerkprojektes
- Rüdiger Meyer-Spelbrink - Bundesgeschäftsführer des "Väteraufbruch für Kinder" mit jahrzehntelang Erfahrung in der Väterszene
- Dr. Bruno Köhler - Vorstandsmitglied von "MANNdat"
- Dr. Thomas Gesterkamp - Journalist und Buchautor
Bundesforum Männer
Väteraufbruch für Kinder
MANNdat
Thomas Gesterkamp
15.07.10


Erwachen und Erwachsen
Das Märchen vom Dornröschen

Und wieder beginnt ein Märchen mit einem Frosch aus dem Brunnen des Lebenswassers und mit dem Wunsch nach einem Kind. Uns so öffnet sich der Vorhang für Dornröschen, weil sich im Märchen Wünsche erfüllen. Die Freude ist groß und so wird ein wunderschönes Wiegenfest vorbereitet. Selbst die Tugenden in Form von Feen sind dazu eingeladen. Die Gästeliste bleibt unvollkommen, vergessene Segenswünsche kehren sich in einen Fluch. Probleme lassen sich nicht unter dem Teppich kehren oder irgendwie verstecken. Zeiten der Erstarrung gab und gibt es immer wieder und dies ist wohl die verborgene Weisheit dieses Märchens. Wir leben in einer Zeit, des vorgetäuschten Wachstums und der Betriebsamkeit, Erstarrung, Hilflosigkeit und Ohnmacht werden heute total ausgeblendet. In erstarrten, kalten Zeiten müssen die Macher dieser Erde die Dinge geschehen lassen ohne Einfluss nehmen zu können. Dornröschen kann nur aus dieser Erstarrung wach geküsst werden. Es muss aber der richtige Mann sein. Mit einem Liebesakt wird die erstarrte Welt wieder freigesetzt und ein neues Fest kann gefeiert werden. 



Sprecher im Märchen:

Erzähler - Christoph Baumgarten, Zwölfte Fee, Frosch und Königin - Leonie Webel, Dreizehnte Fee und alte Frau - Analena Schedlo, Dornröschen - Elisabeth Schedlo, ,Prinz - Erik Heinemann 



Gäste:
- Maria Faber - Religionspädagogin im Bischöfliches Ordinariat Magdeburg
- Dr. Hans-Joachim Maaz - Psychiater und Psychoanalytiker und Autor verschiedenster Bücher
Bistum Magdeburg - Referat Ehe und Familie
Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik
Das Märchen vom Dornröschen
Das Märchen zum Hören
19.08.10


Heimat! Endlich!
Chronik einer Kriegsehe 1938-1948

Tagebücher und Briefe sind ja erst einmal nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, sondern sind eine intime Kommunikation zwischen vertrauten Menschen. Dürfen die Erben diese veröffentlichen? Und vor allem macht es Sinn, Wehrmachtsbriefe und Tagebuchaufzeichnungen des Soldaten Kurt Rescher aus Landsberg in einem Buch der breiten Öffentlichkeit vorzustellen? Die Erben haben sich dafür entschieden und der besondere Reiz ist die Authentizität des Lebens und der Überzeugungen aus dieser Zeit. Heute unvorstellbar, wie die jungen Menschen voller Überzeugung in einen sinnlosen Krieg gezogen sind, so auch der Wehrmachtssoldat Kurt Rescher.  Es ist nur eine Geschichte, von 2.750.000. Es ging an die Russlandfront. Kurt Rescher wurde verwundet  und wurde nach Deutschland in ein Lazarett gebracht. Nach einem kurzen Genesungsurlaub zu Hause fuhr er  wieder an die Front, nach Italien. Immer war er brieflich mit seiner Frau und den beiden Kindern verbunden. 1945 geriet Kurt Rescher dann in englische Kriegsgefangenschaft und wurde nach Ägypten gebracht. Der Krieg war verloren und die Überzeugungen zerplatzten wie Seifenblasen. In Ägypten konnte er Zigaretten tauschen und dafür die Familie in Deutschland unterstützen. Kurt Rescher  schrieb am 8. April seinen 132. und letzten Brief aus dem untergegangenen Deutschen Reich. Koffer und Seesack wurden gepackt und so ging es dann mit dem Schiff in eine neue Zeit.



Gäste:
- Ulrike Krüger - Enkelin und Buchautorin
- Elmar Erdmann - Buchautor
- Florian Thiele - Auswahl und Lesen der Textbeispiele
Homepage zum Buch
weiter zur Buchbestellung
16.09.10


1150 km für die gemeinsame Sorge
Eine außergewöhnliche Aktion zur Berlindemo 2010

Vom Bodenseekreis bis nach Berlin sind sie geradelt, um auf einen Missstand in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Die Gleichstellung der Väter im Familienrecht war ihr eigentliches Ziel und dieses führte über Berlin zur Demonstration des Bundesvereins Väteraufbruch für Kinder, denn am 03. Dezember 09 hatte der EGMR die Regelung zum Sorgerecht für nichteheliche Väter als Diskriminierung beschrieben. Die Bundesjustizministerien arbeitet derzeit an einem Gesetzesvorschlag zur Regelung der elterlichen Sorge auch für nichteheliche Väter, denn auch dann das Bundesverfassungsgericht hatte diese Regelung nun auch nicht mehr als verfassungskonform beschrieben. Sollen diese das Sorgerecht  ohne "Wenn und Aber" bekommen? Oder müssen Väter zukünftig die Mutter vor Gericht bringen, um mit ihr dann gemeinsam für das Kind sorgen zu können? Väter wollen mit den Müttern nicht um das Sorgerecht streiten müssen. Diese Aktion wurde ein voller Erfolg und viele Medien landauf und landab haben davon berichtet.


Gäste:
- Willi Schöner - radelte vom Bodenseekreis bis nach Berlin
- Eckhard von Rosenberg - ... radelt von Frankfurt am Main mit
- Burkhart Tabel - Organisator der Aktion
Homepage zur Berlindemo
Homepage vom Bundesverein Väteraufbruch für Kinder
21.10.10


Von Rechts-Wegen
Ausschluss nichtehelicher Väter vom deutschen Recht

Mit der Einführung des Kindschaftsrechtes von 1998 wurden die nichtehelichen Väter erneut vom deutschen Rechtssystem ausgeschlossen. Nichteheliche Väter hatten keine Möglichkeit gegen den erklärten Willen der Mutter das gemeinsame Sorgerecht zu bekommen oder die Entscheidung der Mutter durch ein Gericht überprüfen zu lassen. 2003 befasste sich dann auch das Bundesverfassungsgericht mit diesem Rechtsausschluss und befand die Regelung rechtens. So wurde 2003 den nichtehelichen Kindern und deren Väter jegliche Möglichkeit genommen, auch gegen den Willen der Mutter durch den Rechtsweg feststellen zu lassen, ob die Verweigerung tatsächlich vom Kindeswohl getragen sei. Das Bundesverfassungsgericht hatte allerdings in seinem Urteil der Bundesregierung die Überprüfung dieser prognostischen Annahme als Hausaufgabe aufgegeben. Dabei hätten die Verfassungsrichter schon 2003 es anders wissen können, wenn sie es nur gewollt hätten. Am Ende der Gerichtsverhandlung sagte die Kindesmutter: „Das Gesetz war auf meiner Seite und ich habe es einfach ausgenutzt“. Nun steht die Bundesregierung unter erheblichen Druck, die Diskriminierung nichtehelicher Väter soll per Gesetz beendet werden. Parteien und Frauenverbände laufen Sturm: Man könne einer Mutter nicht zumuten, im Kindsbett gegen den Vater zu klagen. Und dann folgen Kataloge, unter welchen Voraussetzungen dies möglich sein soll, wenn der Vater Unterhalt zahlen kann und er mit der Mutter und dem Kind in häuslicher Gemeinschaft lebt oder gelebt hat. Es mutet an wie ein Sorgerecht für Reiche. Wie soll es aussehen, das Recht des Kindes auf seinen Vater?



Gäste:
- Robert Schulte-Frohlinde - forderte den Überprüfung der Annahmen des BMJ
- Rainer Sonnenberger - Bundesvorstand Väteraufbruch und im Beirat des Forschungsprojektes des BMJ
- Joachim Bell - Vater mit Sorge aber ohne Recht
Homepage Rechtsanwalt Schulte-Frohlinde
Familie, Ideologie und Recht
Familienkongress
Väterpolitik
18.11.10


Gemeinsames Sorgerecht und wie weiter?
Sendung zum 9. Familienkongress des Bundesvereins Väteraufbruch für Kinder

Auch Männer und Väter haben einen Gleichstellungsanspruch - Deutschland wurde vom EGMR und vom BVerfG angemahnt, die  Diskriminierung für nichteheliche Kinder und deren Väter zu beenden. Ein neues Gesetz soll her - nur wie lassen sich die dahinterliegenden Probleme lösen? Darum veranstaltete der Bundesverein Väteraufbruch für Kinder wieer seinen 9. Familienkongress in Halle an der Saale. Konflikte sind ja an sich etwas Normales und Streit ist ein Teil eines Klärungsprozesses. Am Ende sollte die Annäherung und die  Verständigung stehen. Aber die Kultur des Streitens ist nicht egal, die gewaltfreie Kommunikation erweist sich als ein hilfsreiches und zielführendes Mittel. Ein neues Gesetz soll her und es soll die Väter nicht diskriminieren. Verschiedene Vorschläge liegen auf dem Tisch - sind sie frei von Diskriminierung der Männer? Im Bundestag positioniert man sich nun, auf Parteitagen und in Stellungnahmen ist zu hören, wie sich die einzelnen Parteien positionieren - doch am Ende entscheidet jeder einzelne Politiker, jede einzelne Politikerin mit seiner eigenen Stimme.



Gäste:
- Dr. Petra Sitte - Mitglied des Stadtrates und des Bundestages für die Linken
- Prof. Dr. Erich Menting Dohmeier - FH Merseburg
- Inés Brock - Erziehungswissenschaftlerin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Homepage von Inés Brock
Prof. Dr. Erich Menting-Dohmeier
Fraktion DIE LINKE im Bundestag
Homepage zum Familienkongress
16.12.10


Die Weihnachtsbrücke
mit vielen Grüßen und viel Musik

Eine ganz besondere Radiosendung gibt es jährlich im Dezember für Trennungskinder und -eltern im Väterradio. Gerade in der Weihnachtszeit wird die Trennung besonders schmerzlich erlebt. Nicht alle Trennungsfamilien haben die Möglichkeit eines Weihnachtsgrußes. Das Väterradio macht Unmögliches wahr. Kinder und Eltern können einen Weihnachtsgruß auf Band sprechen, welche dann in der Sendung eingespielt werden.  Für Antonia Schrewe begann alles mit einer Hausaufgabe. Das Thema: Beginnt einen RAP. Sie begann mit dem Schreiben und so entstand eine erste Fassung, in welcher sie alle Wut und Aggression hineinarbeitete. Ihr Vater half ihr, dieses Gefühl auch für Hörer verständlicher zu machen und hat die erste Fassung überarbeitet, der RAP wurde eingespielt und dem Väterradio zugesand. Erstmalig wurde er am 16. September in der Väterradiosendung ausgestrahlt. Welche Erfahrungen stehen hinter diesem RAP? Rainer Guttermann kennt als stellv. Cheffredakteur der Zeitschrift Papa-Ya viele solcher Trennungsgeschichten, wie sie Antonia erlebte. Die Zeitschrift trägt den Untertitel: Mehr Fairness im Familienrecht. So hören wir von ihm, wie Weihnachten für Trennungskinder organisiert werden kann, damit die schmerzlichen Folgen einer Trennung für die Kinder abgemildert werden können, wie Musik und Sport bei der Bewältigung einer Trennung helfen kann.

Gäste:
- Jörg Mathieu - Herausgeber und Chefredakteur des Magazins PAPA-YA
- Antonia Schrewe - RAP-Song: Du hast mich verloren
PAPA-YA
Weihnachtsgrüße schreiben
RAP: An-Toni Du hast mich verloren






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